Fahrradsommerurlaub 2022 #07

Nach Klein Waabs ist unser nächstes Ziel der Kolonistenhof. Zu finden ist er auf der Seite wildes-sh.de:

„Naturliebhaber sind herzlich willkommen eine wundervolle Nacht unterm Sternenzelt zu verbringen. Genießen Sie die Freiheit das Wilde Schleswig-Holstein und seine schönsten Landstriche auf die wildromantische Weise zu entdecken.“

Auf einer kleinen Wiese hinter dem Backhaus können wir unsere Zelte aufschlagen. Es gibt Dusche, WC und für alle immer sehr wichtig: Strom! 📱
Wir treffen Lise-Marie, die gerade ihre Tour beginnt: um die Welt oder so, erst mal Skandinavien und später Richtung Asien…. Sehr spannend! Wir werden sie verfolgen unter ihrem Instagram Profil Freiradeln. 🌏

Die Kinder machen Dampf: Radfahren und Urlaub ist schön, aber jetzt zieht es sie nach Hause…. 🚴‍♂️🚴‍♂️🚴‍♂️
Der Nordostseekanal liegt vor uns. Unterqueren muss man ihn mit Fahrstuhl und Tunnel, ein sehr langer Tunnel! Es ist angenehm kühl dort unten.

Wieder oben nehmen die Temperaturen zu.
Campingplatz BUM ist unser nächstes Ziel. Noah kann sein Glück kaum fassen: 2 Bäume laden ein, die Hängematte endlich einzuweihen. Auch einem Regenschauer hält er stand. Schnell wird noch das Tarp aufgespannt und Zelte werden überflüssig….. Naja, wenn die Mücken nicht wären! 🤔

Bekannte Pfade erleichtern die Weiterfahrt. Pehmer Hörn ist uns bereits bekannt von der Herfahrt. Wieder werden wir sehr freundlich empfangen und freuen uns auf die Kaiserbrötchen zum Frühstück.
Eine schwierige Entscheidung steht an…. Unser eigentlich nächstes Etappenziel Priwall ist ausgebucht und kann uns nicht aufnehmen. Suchen wir uns eine Alternative oder wagen wir das Große?!?

90, statt 45 km,…. in einem Rutsch! Und dann sind wir zu Hause! Werden wir das schaffen? – Jo, wir schaffen das!!!
Gesagt getan! Der Wind ist uns gnädig und weht kräftig von Hinten. In Priwall stärken wir uns im Casa Grande und genießen die italienische Küche.

Nun gibt es aber kein Halten mehr. Auf den letzten Kilometern hängen die Kinder die Alten ab. Ab Hohen Kirchen sind sie nicht mehr zu sehen. Ganze 15 Minuten eher erreichen sie das Ziel!

Schön war’s! – Nächstes Jahr wieder? Schweden steht auf dem Wunschzettel…. Aber jetzt genießen wir erstmal unser Zuhause! 🥰 Das darf auch sein!!!!

Fahrradsommerurlaub 2022 #06

Tag 10 und…
Der bisher heißeste Tag in diesem Sommer zwingt uns erneut zu einem Ruhetag. Die Jungs tragen es mit Gelassenheit, da die Schlei mit kühlem Wasser lockt. Nur Carsten will es wissen und dreht eine Runde von 30 km. Er ersteht eine Schraube für Noahs Schutzblech und sorgt dafür, daß den Zwillingen die Schoki nicht ausgeht!!! 🤗
Wir anderen liegen im Schatten…. 🫠 🏖️
Tags drauf heißt es dann wieder Taschen packen, aufsatteln und weiter radeln. Es fällt uns ehrlich schwer, denn Missunde hat es uns wirklich angetan! 🏕️

Es ist immer noch ein heißer Tag und so radeln wir gemächlich nach Klein Waabs. Vor Ort erwartet uns eine kleine Auszeit vom Radfahren: drei Tage Wikingerzeit erwarten uns. Allerdings zeigt uns der Sommer die kalte Schulter. So freut sich die Stoffhändlerin über Einnahmen und mit flinker Hand und Nadel entstehen zwei Gugeln und eine warme, wollene Decke. 🪡🧵

Fahrradsommerurlaub 2022 #05

Tag 9
Nach einem Ruhetag wegen 🌞🫠 zieht es uns nach Schleswig. Das Museum in Schloss Gottorf steht auf dem Programm. Wir erkunden die Steinzeit und staunen, wieviel Ähnlichkeit das Schweizer Messer mit einem Faustkeil hat. Auch der wachsende Müllberg (von vor 150 000 Jahren bis zur Neuzeit) hat uns sehr beeindruckt. Hoffen wir, dass er in Zukunft wieder schrumpft und die Menschheit endlich versteht, dass die Erhaltung und Achtung der Natur an oberster Stelle stehen. 🌍 Unseren Plastikmüll kann niemand gebrauchen! 🚯
Das Highlight des Tages sind aber natürlich die Moorleichen. Staunend und ehrfürchtig stehen wir vor den Schaukästen.
Die Knotenfrisur der Sueben erinnert Imra an Kindertage, als sie mit ihrem Bruder versuchte diese nachzubinden (autsch 💆‍♀️)
Im Anschluss radeln wir in den Mittelaltershop Beowulf und besuchen liebe Bekannte. Haben wir die Besitzer doch schon auf vielen Wikingermärkten treffen können. Ein köstliches Essen im Odins rundet diesen wunderbaren Tag ab, bevor es mit 🚲 und Fähre wieder zum Zeltlager zurück geht.

Fahrradsommerurlaub 2022 #04

Tag 6 und 7 und…
Ein kleiner Regenschauer verzögert unsere Weiterreise…

Doch wir sind frohgemut: nähern wir uns doch langsam der Schlei und Haithabu…. Sonne und Wolken wechseln sich ab und so kommen wir rasch voran, allerdings gibt es einen Hügel, der uns teilweise zum Absteigen zwingt!
Doch es lohnt sich. In Missunde angekommen erwartet uns eine schöne Zeltwiese umrandet von Schilf, mit zwitschernden Teichrohrsängerküken! 🐥🐥🐥
Wir haben viel Platz und die Jungs tollen über die Wiese. Immer wieder entwickeln sich interessante Gespräche mit ebenfalls radelnden Nachbarn. Erfahrungen werden ausgetauscht.

Fahrradsommerurlaub 2022 #03

Tag 4 und 5
Als wir am Morgen von Pehmer Hörn aufbrechen, wissen wir alle: wir werden gerne wieder kommen. Freundliche Menschen, ein großzügiger Platz, frische Brötchen im kleinen Lädchen, um nur einige Pluspunkte aufzuzählen….

Unterwegs zum nächsten Etappenziel Westensee gönnen wir uns ein leckeres Eis, nichts ahnend, dass uns zum Ende dieser Fahrt ein Regenschauer ereilt….
Abgekämpft und nass erreichen wir den Naturcampingplatz. Diesmal flankiert uns ein abgebrannter Wohnwagen und jede Menge Kaninchen laden Rasmus und Tristan zur Jagd ein. Zum Glück aber ohne Erfolg… Stattdessen ziehen wir die georgische Küche vor. Ein leckerer Gemüseeintopf: Chanachi wärmt uns wieder auf.
Am nächsten Tag starten wir zu einer Shoppingtour nach Kiel. Der Reiseshop hat es uns angetan: Noah ersteht eine platzsparende Hängematte, die ihn auf seinen folgenden Touren begleiten soll. Wünschen wir ihm immer zwei Bäume im richtigem Abstand. 😉

Fahrradsommerurlaub 2022 #02

Tag 2 und 3
Heute soll es weiter gehen…. Packen ist also angesagt! Während unsere Nachbarn – zwei Ungarn – ihre Yoga Übungen machen, fangen wir an zu packen. Geht doch, es lockt aber auch als erstes eine Fährfahrt! Ganze 5 Minuten sind wir unterwegs – schade, wir wären auch länger gefahren. Also rauf auf die Drahtesel und der Sonne entgegen 🌞, denn heiß wird es heute und schattenspendende Bäume gibt es nur selten.

Wir durchqueren Timmendorfer Strand, fahren Slalom um Touristen und schleichen Parkplatz suchenden Autos hinterher – auf einer Fahrrad Straße….. (Ohne Worte)

Mit belegten Brötchen vom Bäcker suchen wir uns ein schattiges Plätzchen im Wald und genießen in Ruhe…. Naja, die 2 Jüngsten in der Runde stürmen einen Hang hinauf und wieder hinunter, mit Wiederholung – soviel Energie!

Jetzt wird es heiß und wurzelig…. Die Radwege lassen zu Wünschen übrig! Es könnte so schön sein…. Pausen im Schatten, zügig fahren in der Sonne, trinken nicht vergessen. Endlich sehen wir Wasser: der Plöner See ist in Sicht. Die letzten Meter fahren wir gemeinsam mit einer Radlerin aus Heide. Für 2 Nächte ist die Pehmer Hörn unser zu Hause. Geschafft! Morgen dürfen wir ausschlafen.

Ausschlafen ist cool, aber dann kommt der Hunger! Es gibt Brötchen, frisch aus dem Campingladen. Abends haben wir noch schnell unsere Bestellung in den Briefkasten geworfen. Ausruhen? Die Kinder wollen beschäftigt werden. Noah möchte Skat spielen, es fehlt aber der dritte Mann. Also wird Tristan angelernt – ob das eine gute Idee war? „Spielen wir Skat?“ klingt nun regelmäßig aus seinem Munde! 🥳 Naja, aber das wollten sie doch…..

Damit die Beine nicht schläfrig werden fahren wir zum Edeka. Hin und zurück 16 km – das ist doch garnichts. Traditionell für unseren Sommerurlaub gibt es eine Marzipan Torte. Noah strahlt!


Der See lockt ins Wasser und die Kälte wieder raus, aber die Abkühlung ist herrlich!!! Wie der Rest des Tages aussah? Skat, Uno, Essen (es gab Risibisi), Uno, Skat und Lesen…. Natürlich auch wieder einen schönen Sonnenuntergang – eben Urlaub! 🥰


War’s das für heute? Weit gefehlt…. Siehe Videobeweis!

Fahrradsommerurlaub 2022 #01

Endlich haben wir alle Ferien und es kann los gehen…. in den Urlaub! Doch erstmal müssen 24 Taschen an 5 Räder – Ein Puzzlespiel, welches wir schnell bewältigen.
Los geht’s! Zunächst befahren wir bekannte Wege: Bürgerpark, Gägelow, Proseken, Hohenkirchen, Klütz, Wohlenberger Wiek.
Gleich ist es 12 Uhr, da meldet sich natürlich der Magen: Flammkuchen, Burger und Pommes kommen da gerade recht!
Weiter geht’s Richtung Klütz und Goldbeck. Irgendwann ein Schild – „Grenzgebiet“ – Ein bisschen Geschichte: Ost und West – alt und neu – zum Glück durchfahrbar! – Heute.
Der ein oder andere wird nun ungeduldig: ist es noch weit?
Waren wir meistens fast allein unterwegs, wird es nun voller. Der Priwall ist erreicht. Zielgerade nach gut 50 km. Die Möwen erwarten uns schon. Im Tiefflug kreisen sie über unseren Platz. Da werden müde Beine nochmal munter und jagen vergnügt die Mundräuber davon!
Neben leckerem Brot gibt es Sternchensuppe – nicht für die Möwen nur für uns.